Abbildungen

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Farbaluminium als Bogendach
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Vogelhaus aus Kupfer
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Kupfer Kamin und Dachgaube
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Stehfalzdeckung aus Kupfer
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Titanzink_Dach
Klempner_Wappen aus Eisen

Was macht eigentlich der Klempner?

Es sind nicht die so oft bedachten Wasserleitungen und Badaccessoires. Die Aufgaben des Klempners liegen vielmehr darin, Wand- und Dachflächen mit Metall zu bekleiden. Dabei grenzt es oft an Zauberei, wenn sich ganze Dachlandschaften in glitzernde, geometrische Formen verwandeln. Genau hier sind Klempner gefordert, denn sie sind in der Lage nahezu jeder denkbaren Gebäudefläche ein Metallkleid “anzuziehen”.


Die Aufgaben
Heute reichen die Aufgaben des Klempners von der Restaurierung historischer Kirchturmdächer über die Eindeckung von Dachflächen mit Metall bis hin zur Gestaltung hochmoderner Metallfassaden. Ganze Gebäude sowie einzelne Bauteile erhalten dabei eine maßgeschneiderte Metallhülle. Mit Falz-, Klebe- und Schweißtechniken werden unterschiedliche Metalle (aber auch Kunststoffe und Kunststoff-Verbundbleche) zur Dachdeckung und Fassadenbekleidung zusammengefügt. Zur Entwässerung müssen Dachrinnen und Regenfallrohre montiert werden. Die metallischen Blech-Bauteile werden meist per Falzverbindung, Schweiß- oder Löttechnik zusammengefügt. Bleche, Profile und Schablonen werden bearbeitet und Verlegepläne entworfen.

Der Klempner installiert auch Trag- und Befestigungskonstruktionen sowie Kanäle für lufttechnische Anlagen. Das Vorfertigen der Bauteile in der Werkstatt erfordert gutes räumliches Vorstellungsvermögen und die Montage der Bleche aus Kupfer, Titanzink, Aluminium oder Edelstahl findet nicht selten in großen Höhen statt.

Die Ausbildung zum Klempner dauert 3,5 Jahre und wechselt sich neben dem Arbeiten im Betrieb mit überbetrieblichen Ausbildungen sowie Berufsschulaufenthalten ab.


Und nach der Ausbildung?

Klempner verfügen über ein hohes Maß an Fachwissen, handwerklichen Fähigkeiten und bauphysikalischen Erkenntnissen.

Ein Klempnergeselle wird niemals Schwierigkeiten haben, wenn er sich beruflich verändern möchte. Sei es bei einem Wechsel in einen anderen Betrieb oder bei der Weiterbildung. Die klassische Art der Weiterbildung stellt die Meisterprüfung dar. Auch eine zweigleisige Ausbildung mit einer zusätzlichen Lehre als Dachdecker ist möglich. Zweifellos können solche Spezialisten als “König der Dächer” bezeichnet werden.

Mit dem Betriebswirt des Handwerks besteht zusätzlich die Möglichkeit, auch in kaufmännischer Hinsicht bestens geschult zu sein. Eine Ausbildung zum Klempner bietet eine solide Basis für den beruflichen Werdegang. Auch für den Bildungsweg mit anschließender Ausbildung zum Architekten sind Klempner bestens gerüstet.


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Klempner (41%)Kunststoffverbundblech (32%)Berufsschulaufenthalt (32%)

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