Abbildungen

Klempner zu Berlin und Cölln

Wie es früher war

Die Ursprünge des Klempnerberufes liegen im Mittelalter - in Zeiten, als Glas noch nicht erfunden war und Behältnisse sowie Flaschen für Haus und Hof aus Blech bestanden. Es liegt nahe, dem Hersteller vorzeitlicher Tupperware aus diesem Grund Blechner oder noch treffender Flaschner zu nennen.
In südlichen Landesteilen gesellte sich später die Berufsbezeichnung Spengler hinzu. Als die modern werdende Hausfrau sich den Wasseranschluß in die Küche wünschte, war die Verwirrung um die Berufsbezeichnungen perfekt. In der Folge wird der Gas- und Wasserinstallateur fälschlich als Klempner bezeichnet (heute lautet dessen offizielle Berufsbezeichnung Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik).

Der Begriff Klempner kann von Klemperer, Klamperer, oberdeutsch Klampfer(er) abgeleitet werden. Klempern steht dabei für „Blech hämmern“, Klampen für „fest verbinden“. Die Be- und Verarbeitung von Metallen hat im Klempnerhandwerk eine lange Tradition. Auf die metallverarbeitende Tätigkeiten deutet ebenso die Berufsbezeichnung Spengler hin, die vom Beruf des Blechschmied bzw. Spangenmacher abgeleitet werden kann. Im europäischen Sprachraum finden sich jeweils vergleichbare Bezeichnungen, zum Beispiel „Ferblantier“, „Zingueur“ oder „Couvreur“ in Frankreich, „Sheet metal worker“ im englischen Sprachraum, „Plåtslagare“ in Schweden und „Blikkslager“ in Norwegen. Alle Bezeichnungen beinhalten den Begriff „Blech“, die französischen sogar die Materialien Zink und Kupfer.


Weitere Links:

Klempnermuseum
Wappen
Kunsthandwerk

Berichte aus der BAUMETALL:

Ausgabe 1/08 Historische Fachliteratur Teil 1
Ausgabe 4/08 Historische Fachliteratur Teil 2


zurück Druckansicht Versenden (?)

Permalink:

Schließen

Schlagworte zu diesem Artikel:

Berufsbezeichnung (52%)Sprachraum (42%)Spangenmacher (42%)

Weitere Artikel zum Thema: