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Dr. Löt und Onkel Pop - löten von Dachrinnen

Die Verbindung einzelner Dachrinnenteile untereinander oder aber das Zusammenfügen von Rinnenzubehör wie Rinnenwinkel und Dehnungselementen mit Dachrinnen-Teilstücken kann auf die unterschiedlichsten Arten erfolgen.
Dr. Löt und Onkel Pop zeigen im Folgenden wie diese Arbeiten bereits von unseren Großvätern erledigt wurden. Übrigens haben diese Verbindungstechniken noch heute Berechtigung!

Je nach Fließrichtung der Rinne werden die Rinnenteile ineinander gedreht. Dazu schiebt man die Teile im Wulstbereich übereinander. 30 mm Nahtüberlappung sind völlig ausreichend, wenn die Naht einreihig genietet wird. Ohne Nietung beträgt die Lötnahtbreite ca.10 mm

Nachdem die Rinnen ohne Zwischenräume übereinander liegen, werden die Teile durch eine Nietverbindung zusammengefügt. Hierbei werden 4 bis 5 Nietungen vorgenommen. Schon jetzt ist die Naht relativ dicht.

Das Löten!
Vorbereitung der Nahtstelle bei genieteter Verbindung:
Die Nietköpfe sollten in der Fließebene nicht überstehen. Mit Hammer und Außenleisten (Karosseriestock) werden sie geglättet.

Nach dem Vorbereiten des Lötgerätes und der Benetzung der Nahtstelle mit Lötwasser wird die Rinnennaht mit der Lötkolbenspitze erwärmt. Wenn die Schmelztemperatur erreicht ist, wird das Lötzinn über die Kolbenspitze auf die Rinnennaht geführt. Hierbei bedecken zwei Drittel die Nahtoberseite und ein Drittel das Teilstück der unteren Rinne. Fließt das Zinn zwischen beide Rinnenteile, so ist eine optimale Abdichtung und Festigkeit an der Lötstelle erreicht. .

(gelber Pfeil)

Die Lötnaht wird nun sorgfältig gereinigt und Flussmittelreste werden entfernt.

Altgediente Gesellen versehen die Naht des öfteren mit sogenannten “Zinnraupen”.

(roter Pfeil)

Diese Art der Nahtverstärkung ist weit verbreitet. Sie kommt noch aus Zeiten, in denen keine konstanten Löttemperaturen erreicht wurden.

Durch die Propangas-Brennertechnik ist eine konstante Temperatur an der Nahtstelle heute problemlos zu gewährleisten. War sich der Klempner früher nicht sicher, inwieweit das Zinn in die Naht einfloss, entschied er sich für eine Raupennaht. Interessante Diskussionen zum Thema “Zinnraupen” und “Rinnenklebetechnik” sind im Forum in der Rubrik “Klempneralltag” zu finden.

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Schlagworte zu diesem Artikel:

Nietung (42%)Zinnraupe (40%)Rinnenteil (40%)

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