KlempnerzukunftKritik und Anregung
EnEv2009
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Hallo Leute,
bin im Internet über ein Bild gestolpert, dass mich sehr nachdenklich stimmt!
Zu finden ist das Bild bei www.konrad-fischer-info.de
Antworten zu diesem Thema:
Hallo Zusammen,
die Grafik impliziert, dass Gebäudedämmung immer auch die Schimmelbildung nach sich zieht. Das ist natürlich ein großer Schmarrn, der aus was weiß ich für Gründen in die Welt gesetzt wird.
Schimmel bildet sich, wenn sich an Wänden Kondenswasser abschlägt, das mangels Lüftung nicht mehr verdunsten kann. Dazu müssen die Wände deutlich kälter als die Raumluft sein. Jetzt kann sich jeder selber überlegen, welche Wandinnenfläche kälter ist: Die ungedämmte oder die gedämmte?
Meine Erfahrung zeigte genau den umgekehrten Fall: Einige Stellen, an denen sich Schimmel bildete, konnten dadurch saniert werden, dass von außen eine Dämmung aufgebracht wurde und im Zuge dessen die Oberflächentemperatur der Innerseite von Außenwänden über den Taupunkt angehoben wurde.
Wichtig ist natürlich das Lüftungsverhalten: Ohne ausreichende Raumlüftung kann sich die Wasserdampfkonzentration in Räumen natürlich so steigern, dass sich auch an gedämmten Außenwänden Tauwasser abschlägt.
Lasst euch bitte nicht von irgendwelchen verwirrten Querköppen in Boxhorn jagen, die die Bauphysik auf den Kopf stellen wollen. Denkt man deren Thesen und Verbindungen konsequent zu Ende, ist das beste Haus die Jurte mongolischer Steppenbewohner, die ihr "Haus" mit elektrischen Infrarotstrahlern "beheizen". Die Energie dafür liefern wohl Wunderwindräder im Selbstbausatz, die die gesamte Windenergie vor der Windradfläche in Strom umwandeln und die man für teuer Geld bei deutschen "Fachleuten" kaufen kann.
Wir Spengler haben da viel bessere Konzepte zu bieten. Schaut ruhig mal in der nächsten "Baumetall" nach!
Sonnige Grüße
Markus Patschke
Sain bain nooh Markus,
ACHTUNG Ironie-Modus EIN:
also die mongolischen Jurten, die ich besucht habe wurden mit Yak-Dung beheizt. Und das funktioniert sogar bei -50°C im Winter mit nur einer extra Lage Filz als Dämmung. Im Sommer wars auch erträglich im "Ger"
soviel zum Thema mongolische Behausungen.
Ironie-Modus AUS
Fakt ist jedoch, dass ein ordnungsgemäßes Lüften für viele garnicht mit Ihrem Tagesablauf vereinbar ist. Korrigiert mich bitte aber, 3x Täglich ein Stoßlüften inclusive komplettem Luftaustausch, dürfte für jemanden der Berufstätig ist und in einer (z.B. Kfw 60) Mietwohung wohnt wohl eher schwer werden.
Die andere Frage die ich mir stelle, wie wirkt sich das erforderliche Lüften auf die Heizkosten aus?
Also reden wir in diesem Fall von einer Zwangswohnraumlüftung, die ich noch nicht so oft (eigentlich nie
) in solchen Häusern gesehen hab.
Ich selber wohne z.B. in so einer Bude, mein Glück/ oder soll ich sagen Unglück ist es jedoch, dass es aus den Steckdosen herauspfeift. Das ist an Sturmtagen sogar so heftig, dass ein Feuerzeug aus geht
.
Wo wir auch schon bei meinem Lieblingsthema der Dampfsperre wären. ![]()
Was ist bei mir passiert? horizontal geklebtes Ziegelmauerwerk, vertikale Ziegelstöße sind nur verzahnt und somit nicht Luftdicht!!! Dann ein Traum von Wärmedämmung aufgebracht, 10 cm feinste Dämmung!!! leider nur punktweise auf die Ziegel mit 3 Klecks geklebt und dann großzügige 12mm Putz und Farbe drüber. Über den oberen Anschluss Übergang Dach Mauer hat sich keiner Gedanken gemacht.
Noch weniger der Elektriker, der arme Kerl. Mit der Fräse im Inneren die Kanäle geschlitzt, Leerrohre verlegt.
Putzer drüber geputzt, aber nicht bis zum Estrich, so dass es auch aus dem Fussboden heraus pfeifen kann.
Fakt ist, dass viele die am Bau unterwegs sind, es entweder nicht drauf haben, zu wenig Geld für anständige Arbeit bekommen, oder einfach nicht wissen was sie tun. Und so manches WDVS ist auch von Seiten der Industrie noch nicht ganz ausgegoren, oder hat einer der hier mitlesenden "Metall-Kosmetiker" für jedes System die passenden Montageelemente/Würfel auf Lager und verbaut diese? (dass mir jetzt keiner damit kommt, er wäre immer vor dem Putzer/Dämmungsfuzi da
)
In diesem Sinne "Feuerfrei" für die Diskussion.
Hömma!
Du schilderst Einzelfälle, die nicht im Sinne des Erfinders sind! Das hat nichts mit der Dämmung als solche zu tun, sondern mit handwerklichen Mängeln. Also: Drauf achten, dass alles richtig gemacht wird. Qualität zahlt sich aus. Doch das weiß du ja! Deshalb sollten sich Spengler mit Bauphysik befassen ... Das dient der Qualitätssicherung im eigenen Interesse!
Zum Steckdosensturm: Das ist definitiv ein schwerer baulicher Mangel, der gerügt werden sollte ... So was kostet in der Lebenszeit eines Hauses ein Vermögen!
Zum Lüftungsverhalten: Wenn keiner da ist, ist die Hauptlast (Wasserdampf) weg und der Lüftungsbedarf in der Regel am Kleinsten. Lüften, wenn man das Haus verlässt (dann sollte evtl. auch die Heizung reduziert werden) und wenn man wiederkommt, ins Bett geht etc. Man kann daraus auch eine Regelmäßigkeit machen. (Übrigens: Frische Luft heizt sich besser auf als verbrauchte.) Wärmeverluste kann man durch moderne Heizkörperventile vermeiden. Energetisch katastrofal ist "Lüftung" durch gekippte Fenster.
Lüften ist umso wichtiger, je kälter die Außenwände sind und je höher die Innentemperaturen sind. Je kleiner das Delta T zwischen Raumluft und Innerfläche der Außenwände ist, je weniger besteht die Gefahr, dass sich Tauwasser bildet. Ich bleibe dabei: Eine gute Dämmung schützt das Haus vor Schimmel und nicht umgekehrt!
Da kann der Herr Fischer erzählen, was er will!
Gruß
Markus Patschke



