Um ca. 8000 EUR im Monat Chef-Gehalt aus einem Unternehmen zu ziehen, brauchts beim heutigen Preisniveau und Wettbewerbsdruck wahrscheinlich einen Personalstamm von 20 Mitarbeitern oder mehr. Selbst dann wird dies nur in der Hochsaison im Jahresverlauf möglich sein.
Die Gewinnspannen mögen vielleicht noch regional unterschiedlich sein, aber man ist nirgendwo in Deutschland so allein auf dem Markt, um Mondpreise und dicke Kasse zu machen. Die Zeiten sind um und es wird noch enger werden, denke ich.
Wenn man das ganze als Scharzarbeit aufziehen würde, könnte es eher klappen, solche Verdienste zu realisieren. Schwarzarbeit ist bei der Verschwendungssucht in unserem abgabenfinanzierten Staatsapparat das einzige, was sich noch rentiert. Aber irgendwann wird jeder erwischt.
Bei einem ordnungsgemäß geführten Unternehmen aber, wird dem Neuunternehmer schnell klar, wer da - insbes. am Jahresanfang, wenn in der Schlechtwetterzeit eh nichts verdient wird - alles die Hand aufhält. Finanzamt, Stadt/Gemeinde, Berufsgenossenschaft, Versicherungen, Sozialkassen usw .....
Dazu kommen die ganzen kostenlosen Dienste, die ein Unternehmen für den Staat erbringen muß (Statistiken, Bescheinigungen, Erklärungen, Bilanzen .......
Da bleibt dann nicht viel übrig von den 8000 EUR, wenn noch so manche liebe Kundschaft den "dritten" Finanzierungsweg einschlägt und einfach nicht zahlt - oder rechtzeitig zum Rechnungseingang Konkurs anmeldet.
Je leerer die Kassen der öffentlichen Hand in den letzten Jahren wurden, umso größer werden die Gebührenschikanen der Behörden. Immer neue Scheiße fällt denen ein, um zu kassieren.
"Ganz oben" versprechen die Politiker vor den Fernsehkameras, daß alles einfacher und leichter werden soll für die Wirtschaft.
"Unten" in den Amtsstuben wird immer mehr und kompliziertere Bürokratie erfunden, damit die Beamten ja nicht ihren eigenen Job wegrationalisieren.
Ein GmbH-Gründer ist schnell mal ca. 7500 EUR los, mit allen Notar-Kosten, Gebühren und Abgaben bei Ämtern und Registergerichten etc. .....
Ganze Bücher könnte man als Unternehmer so schreiben ....
Natürlich hängt man an seinem Unternehmen und die Entscheidung alles hinzuschmeißen, ist nicht so einfach. Außerdem kommt bei einer Unternehmensauflösung nochmal ein Kostenwust auf den Unternehmer zu.
Ich habe mir schon oft überlegt, lieber in einem großen Industrieunternehmen - z.B. Anwendungstechnk etc. - zu arbeiten. Keinesfalls würde ich mich heute noch selbständig machen.
Spengler
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