Die Dachentwässerung
Um nicht im Regen zu stehen ist eine gut funktionierende Dachentwässerung eine sicher sinnvolle Einrichung.
Das Vermeiden von eindringendem Wasser in die Dachkonstruktion sowie der Schutz von Fassade und umliegendem Grundstück gilt hier als eine Notwendigkeit, um solchen Gebäudeschäden vorzubeugen.
Das anfallende Regenwasser wird über die Dachfläche in die Dachrinne geführt und gelangt vom Rinnenablauf durch eine Regenfalleitung in die Grundleitung, welche das Wasser sicher in die Kanalisation weiterleitet.
Montage einer Dachrinne
Die Dachrinne wird durch Einzelträger am Dach festgehalten, welche auf den Dachsparren (Dachbalken an der Unterkante des Daches) befestigt werden. Um zu gewährleisten, daß die Rinne auch ausläuft, werden die Rinnenträger mit einem Gefälle der Dachschräge entsprechend abgekantet.
Berechnung einer Dachrinne
Da zum Teil beachtliche Mengen von anfallendem Regenwasser sicher an der Fassade vorbei in die Abwassergrundleitung geführt werden müssen, ist eine Berechnung der Bemessung von Regenfalleitungen sowie der Dachrinnen erforderlich, um Gebäudeschäden vorzubeugen.
Hier ein Beispiel zur Berechnung von einer Regenfalleitung und der Zuordnung der Dachrinne:
Wetter
Beispiele von verschiedenen Dachrinnen
Der Form von Dachrinnen ist wohl keine Grenze gesetzt. Ob halbrund oder kastenförmig in einer vorgebauten Konstruktion verborgen oder mit Verzierungen durch Sicken und Ornamenten optisch hervorgehoben.
Da die Dachentwässerung bei vor allem höheren Gebäuden einen großen Arbeitsaufwand von der Gerüststellung bis zur Montage der Dachrinne und der Falleitung bis zum Anschluß an die Grundleitung bedeutet, werden fast ausschließlich nichtrostende Materialien wie Kupfer, Titanzink, Aluminium oder Edelstahl verwendet. Der Einsatz von verzinkten Stahlrinnen hat sicherlich auch seine Berechtigung, wobei ein Schutzanstrich sinnvoll erscheint und dessen Erneuerung in gewissen Abständen die Lebensdauer einer verzinkten Stahldachrinne erheblich verlängert.
Dachentwässerung und Schnee
In besonders schneereichen Gegenden sollte auf die Ausführung einer besonders stabilen Dachentwässerung geachtet werden! Hierbei gilt ist im besonderen, auf einen nicht zu großen Rinnenträgerabstand zu achten (in der Regel der Abstand der Dachsparren). Auch können in solchen Gegenden Sondermaßnahmen wie Übereisen oder Wulstverstärkungen an den Dachrinnenvorderkanten eine sinnvolle Ergänzung sein.
Das Einfrieren einer Dachentwässerung in besonders gefährdeten Bereichen wie z.B. eingebetteten Dachrinnen wird am wirksamsten durch den Einbau einer Rinnenheizung vermieden.
Regenwassernutzung
Außerdem sollte die Regenwassernutzung durch das Sammeln in Wasserzisternen oder anderen Sammelbehältern nicht ungeachtet bleiben, um unsere Frischwasserreserven vor allem in der warmen Jahreszeit zu schonen! Moderne Regenwassersammelanlagen bieten eine vielseitige Nutzung von Brauchwasser im und ums Haus.
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