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Hinterlüftung bei einer Dachgaube mit Gefälle zum Hauptdach
Hinterlüftung bei einer Dachgaube mit Gefälle zum Hauptdach
Servus Leute,
ich bin neu hier, hoffe dass ich im richtigen Forum gelandet bin. Und zwar hatte ich heute folgenden Fall Titanzinkdach auf ner Gaube durch ca.11-12 Jahre. Aufbau der Gaube ist wie folgt:
ca.5° Gefälle zum Hauptdach,-besandete Bitumenpappe, 22mm Seekiefer, ca.10-12cm Hinterlüftungshöhe, 2cm Hinterlüftungsöffnung an der Front, hochdiffusionsoffene Unterspannbahn, 20mm DWD Holzplatte, 18cm Glaswolle, Klimamembran (sd Wert variabel)
Die Hinterlüftung wurde so wie es aussieht mit dem Hauptdach gekoppelt, ca 40°DN 3m Sparrenlänge, jedoch 2 Dachfenster über der Gaube. Unter der Gaube liegt direkt das Bad.
Frage, kann diese Hinterlüftung die anfallende Feuchtigkeit überhaupt abführen, da die Luft ja erstmals bergab und dann unter der vertieften Rinne durch um die Dachfenster herum und dann zum First?
Würde mich auf eine Antwort freuen vielleicht hat ja auch schon mal einer so einen Fall gehabt. Die Gaube war technisch eigentlich nicht schlecht ausgeführt vom Klempner wie vom Zimmermann zum damaligen Wissenstand, bis auf 2cm Hinterlüftungsöffnung.
Gruß Alaska
Antworten zu diesem Thema:
Hi,
als Trennlage hätte eine z.B. Bauder Top Vent NSK müssen. War da schon stand der Techink bei Rheinzink. Wenn zwischen der Bitumenbahn und dem Zink Feuchtigkeit entsteht, kann diese nicht ablüften. Durch das geringe Gefälle entstehen unter dem Blech Pfützen und es bildet sich Weisrost. Das Ergebniss siehste ja. Wenn Du dir nicht sicher bist ob das mit der Hinterlüftung 100% hin haut, würde ich das Dach in Alu (Falzink) machen.
Ist Alu mit einer Zinkoberfläche. So sind die Unterschiede farblich nicht all zu groß. Beim Alu hast du nicht die Probleme mit der Hinterlüftung. Dann darfste aber keine Bauder Top Vent nehmen, sonder nur eine ganz normale stoßverklebte Unterspannbahn.
Grüßle Timo
Servus,
da hast du schon recht mit der Trennlage würd ich auch so machen. Hätte die Gaube dann mit einem Edelstahl gedeckt, aber dann wäre das Problem ja nicht behoben die Feuchtigkeit muss ja irgendwo herkommen. Kurios war auch das die Zersetzung des Titanzinks nur über dem Wohnraum war und an den Dachrändern nicht (Dachvorsprung ca. 30cm).
Aber nochmal zur Hinterlüftung, welche normalerweise nur durch Thermik funktioniert. Im Normalfall Sonne scheint aufs Dach, Luft unterm Dach erwärmt sich, warme Luft steigt nach oben und geht zum First raus, neue kältere Luft kommt zur Traufe rein.
Aber durch das Gefälle zum Hauptdach hin, müsste die warme Luft ja erstmals bergab????
Alaska
Hi,
das mit der Hinterlüftung müsste schon klappen. Bei Zink im Warmdachbereich wirste fast immer Probleme bekommen. Mit der Top Vent währe das ganze wahrscheinlich gegangen. (ohne Garantie) Beim Alu brauchst Du noch nicht einmal eine Hinterlüftung. Zwischen dem Zink und der Unterspannbahn bildet sich auch kondensat. Bei einer normalen Unterspannbahn kann das weder richtig ablaufen noch auslüften. Daher bildet sich der Weisrost. Daher auch beim Zink die Vorschrift mit der Krauselfolie.....
Im Wohnbereich hast du trotz Dämmung aufsteigende Wärme. Das Zink wird von außen gekühlt (Umgebungstemperatur). So, die Warme Luft schlägt von unten gegen das Blech und schon hast du Kondensbildung. Jetzt kannst Du die Hinterlüftungsebene vergrößern und hoffen, das der Wärmeaustausch so groß ausfällt, das das Blechnicht meh beschlägt. Generell kommt das hauptsächlich im Winter vor. Und da klappt die ganze Theorie nicht immer so, wie sie sollte.
Ich kann Dir nur Raten, mach die Schalung sauber, eine stoßverklebte Unterspannbahn und Decke das Dach in 0,7 mm Alu ein. Dann hast Du Ruhe und kannst nach gemachter Arbeit beruhigt schlafen. Und dein Kunde wird es Dir auch danken. Das Alu sollte einiges billiger sein wie Edelstahl.
Grüßle Timo



